Wettsteuer Übersicht – Hier ohne Steuer wetten

Die Wettsteuer ist für die deutschsprachige Sportwetten Community ein ganz leidiges Thema. Nach dem die neue Steuer zugunsten des deutschen Fiskus im Rennwett- und Lotteriegesetz im Jahre 2012 verankert wurde, müssen die Wettanbieter im Internet auf alle Wetten ihre deutschen Kunden einen fünfprozentigen Pauschalbetrag des Umsatzes an das hiesige Finanzamt abführen. Diese Kosten wurden in den letzten Monaten von den meisten Buchmachern Stück für Stück auf die Kunden umgelegt. Die Folge ist eine klare Benachteiligung der hiesigen Sportwetten Freunde gegenüber den Usern im Ausland. Doch es gibt sie noch – die Wetten ohne Steuer. In unserer nachfolgenden Tabelle auf Fußballtipps.com finden Sie alle Wettanbieter, welche im Juli 2017 auf die Berechnung der Steuer zu ungunsten der Kunden verzichten. Bei den restlichen Bookies sehen Sie das genaue Berechnungsmodell der Wettsteuer. Des Weiteren hat die Redaktion von Fußballtipps.com in die Tabelle die aktuellen Bonus Angebote integriert. Sie sehen auf einen Blick, bei welchem Wettanbieter Sie nahezu risikolos ins Spielvergnügen starten können.

Maximaler Bonus

Prozent

Wettsteuer

Bewertung

Zum Anbieter

Kein Bonus
Kein Bonus
Keine Wettsteuer

7.4

150€
100%
Keine Wettsteuer bei Kombi und Live Wetten

9.2

150€
100%
Keine Wettsteuer auf Kombiwetten

8.9

200€
100%
Alle Wetten freitags ohne Wettsteuer

8.0

50€
200%
Keine Wettsteuer auf Kombiwetten

7.8

20€
100%
Keine Wettsteuer auf Kombiwetten

7.6

Wieso und weshalb wurde die Wettsteuer eingeführt?

Die Wettsteuer ist sicherlich ein Kuriosum der deutschen Politikergarde in Berlin. Seit jeher galt und gilt es in der Hauptstadt das Glücksspielmonopol zu verteidigen, fernab von internationalen Regeln und Gesetzen, welche in der EU längst beschlossene Sache sind. Schwierig erscheint dies nicht, stimmen die Bundestagesabgeordneten ohnehin doch meist zu den Themen ab, mit welchen Sie sich noch nie im Leben beschäftigt haben und ihnen jegliches Fachwissen fehlt. Als zauberte die Regierungsriege kurzerhand das Rennwett- und Lotteriegesetz auf dem Jahre 1922 hervor und verankerte darin die fünfprozentige deutsche Wettsteuer. Fälschlicherweise wird sehr oft angenommen, dass die Wettsteuer im Glücksspielstaatsvertrag geregelt ist, doch dies ist falsch, denn dieser ist Ländersache. Doch weshalb der ganze Aufwand?

Mit der Einführung der Wettsteuer wurde die fortschrittliche Landesregierung in Schleswig-Holstein sinnbildlich eingefangen. Die norddeutschen Landesväter haben in ihrer eigenen Gesetzgebung eine 20prozentige Rohertragssteuer verankert. Ganz nach dem Motto „Was nicht sein darf, da kann auch nicht sein“ wurde in Berlin ein „höherwertiges“ Gesetz geschaffen, welches die Schleswig-Holsteiner Regelungen blockiert. Bundesrecht steht generell über den Landesgesetzen. Zu beachten ist jedoch glücklicherweise, dass dieser Sachverhalt nur auf die Problematik der Steuer zutrifft. Die werthaltigen Sportwetten Lizenzen werden auch weiterhin vom Innenministerium in Schleswig Holstein ausgestellt.

Die Auswirkungen der Wettsteuer für die Wettanbieter

Wer glaubt die Wettanbieter verdienen an den Sportwetten riesige Summen, der irrt gewaltig. Die mathematische Auszahlungsgrundlage der besten Online Anbieter liegt bei rund 94 Prozent. Mit diesem Quotenschlüssel arbeiten beispielsweise Bet365 und Tipico. Mit dem möglichen Gewinn von sechs Prozent haben die Wettanbieter die gesamten Rahmenkosten des Buchmachergeschäftes zu tragen. Die fünfprozentige Wettsteuer hat somit logischerweise gravierende wirtschaftliche Auswirkungen auf die Unternehmen. Kaum ein guter Wettanbieter ist in der Lage die Zusatzkosten für die Steuer allein abzufedern, es sei denn er dreht an Quotierungen oder verfügt über eine sehr starke internationale Ausrichtung, in der die Anzahl der Wetten aus Deutschland nur einen geringen Prozentsatz ausmacht.

Einige Anbieter haben ihre Sportwetten Offerten in Deutschland aufgrund der Einführung der Steuer auch komplett eingestellt. Genannt seien an dieser Stelle nur William Hill und die Wettbörse Betfair.

Die direkten Folgen beim Wetten für deutsche Kunden

Die Leidtragenden sind natürlich die deutschen Sportwetten Freunde, deren Wetten um einiges unattraktiver werden. Setzt beispielsweise ein Kunde aus Österreich 100 Euro auf Wetten mit einer Quote von 2,0, dann erhält er im Gewinnfall 200 Euro. Sein Kompagnon in Deutschland hingegen muss sich mit 190 Euro zufrieden geben.

Auffällig ist, dass die Wettanbieter versuchen den Nachteil der hiesigen Sportwetter mit sehr guten Bonus Programmen wieder wettzumachen. Gerade Neukunden werden oft mit einem sehr hohen und lukrativen Bonus begrüßt. Derartige Angebote der Bookies stehen für die britische Kundschaft beispielsweise in einem weitaus geringeren Maß zur Verfügung. Trotzdem sind die Wetten ohne Steuer für viele User wertvoller als ein Bonus.

Die Berechnungsmodelle der Wettsteuer

Grundsätzlich kann zwischen drei Modelle unterschieden werden, welche die Buchmacher bei der Berechnung der Wettsteuer anwenden.

  • Steuer nur vom Gewinn. Die fünfprozentige Abgabe wird nur bei gewonnenen Wetten durch einen Abzug vom Bruttogewinn fällig. Dieser Version haben sich die meisten Wettanbieter verschrieben, unter anderem Bet365, Bwin oder Interwetten.

  • Steuer bei der Tippabgabe: Das „Geschenk“ für den Fiskus wird bei allen Wetten sofort abgezogen. Diese Variante wird beispielsweise von Bet-at-Home oder mybet bevorzugt.

  • Steuerfrei: Einige sehr gute Wettanbieter tragen die komplette Wettsteuer weiterhin selbst. Wetten ohne Steuer gibt’s unter anderem bei Tipico, Betsson, Expekt, Youwin, ComeOn, Pinnacle Sports oder Winner Sports.

Des Weiteren stellen einige Online Anbieter alle Wetten steuerfrei, welche in einer vorgegebenen Mindestkombination gesetzt werden. Über entsprechende Berechnungsmodelle verfügen zum Beispiel Sportingbet und Digibet.

Wieso können es sich bestimmte Bookies leisten keine Wettsteuer zu berechnen?

Gerade die skandinavischen Wettanbieter haben vergleichsweise wenige deutschen Kunden und können mit einer Mischkalkulation die zusätzliche Belastung abfangen. In der Regel sind die Wettquoten jedoch niedriger als beispielsweise beim Marktführer Bet365. Eine Ausnahme stellt Tipico dar. Der Buchmacher ist noch mit 650 stationären Wettshops in Deutschland vertreten. Bei Tipico führt die Mischkalkulation ebenfalls zum steuerfreien Online Wetten. Pinnacle Sports hingegen kann sich direkt hinter der karibischen Lizenz „verstecken“ und fordert seine Kunden lediglich auf, die Steuerproblematik selbständig zu klären.

Der beste Wettanbieter ohne Steuer – Tipico

Tipico ist sicherlich der beste Wettanbieter am Markt, welcher auf die Berechnung der Wettsteuer verzichtet. Tipico hat sich als absoluter Fußballspezialist etabliert. Die Fußball Wetten gehören zu den besten der Sportwetten Szene bei teilweise einzigartigen Quoten. Der Buchmacher ist in Malta lizenziert und begrüßt seine Neukunden mit einem attraktiven Bonus von bis zu 100 Euro. Der Tipico Bonus pusht den ersten eigenen Deposit mit 100 Prozent. Die Bonus Bedingungen sind äußerst fair. Vor einer Auszahlung muss das Startkapital lediglich 3mal umgesetzt werden. Tipico ist in Deutschland als Partner mehrerer Bundesligaclubs bekannt und arbeitet mit Oliver Kahn als Testimonial zusammen.

Gibt es auch Vorteile der Wettsteuer?

Ja, es gibt tatsächlich einen entscheidenden Pluspunkt der Wettsteuer. Jahrelang haben die deutschen Gesetzeshüter die Sportwetten im Internet als illegal verteufelt. Mit der Einführung der Steuer hat man die Rechtmäßigkeit und die Legalität der Wettanbieter quasi durchs Hintertürchen eingeräumt. Ohnehin geben die EU Gesetze klarste Auskunft über die Rahmenbedingungen und sorgen für ein sicheres Spielumfeld. Wettsteuer hin oder her – das deutsche Glücksspielmonopol gehört der Vergangenheit an.