Fußball Live Stream bei Wettanbietern

Um das Erlebnis einer Online-Wette beim Fußball noch spannender zu gestalten, bieten viele Wettportale sogenannte Live-Wetten an. Dabei können die Kunden das Geschehen auf dem Spielfeld direkt per Live Stream mitverfolgen und entsprechend ihre Wetten gestalten. Aber was für Live Streams werden überhaupt angeboten? Welche Qualität haben die Streams und an welche Bedingungen sind sie geknüpft? Im Folgenden wird das Live Stream-Angebot der Anbieter bet365, bwin, Sportingbet und Bet-at-home miteinander verglichen.

Verfügbarkeit der Live Streams:

Das Angebot der Live Streams ist eigentlich recht groß, allerdings sind bestimmte Streams in einigen Ländern nicht verfügbar. Das hängt mit den sogenannten Online-Senderechtbestimmungen zusammen, die es den Wettanbietern verbieten solche Sendungen zu streamen, für die ausschließlich Fernsehsender die nötigen Lizenzen haben. In Deutschland ist davon zum Beispiel die gesamte Bundesliga betroffen, da für die Ausstrahlung der Spiele PayTV-Sender wie Sky die Rechte zur Ausstrahlung besitzen. Wenn man sich als deutscher Kunde also ein Spiel der Bundesliga im Live Stream ansehen möchte, hat man schlechte Karten. Anders verhält es sich dagegen bei internationalen Spielen beispielsweise der Weltmeisterschaft oder der Champions League. Diese dürfen in allen Ländern gestreamt werden, weshalb sie auch für alle Kunden bei den Wettanbietern verfügbar sind. Wer sich zudem noch für nationale Fußball-Ligen außerhalb Deutschlands und Österreichs interessiert, hat ebenfalls Glück. Denn sowohl bet365 als auch bwin, Sportingbet und Bet-at-home haben in ihrem Sortiment verschiedene Ligen unter anderem aus England, Italien oder Spanien, auf die man als Kunde gelegentlich einen Blick erhaschen darf.

Voraussetzungen für die Live Streams:

Um das Live Stream-Angebot der einzelnen Wettportale nutzen zu können, reicht eigentlich bereits ein Account bei der jeweiligen Plattform. Allerdings haben die Wettanbieter zusätzliche Kriterien eingeführt, die dafür sorgen sollen, dass sich auf ihren Seiten nicht nur Leute anmelden, um die Streams zu schauen. So ist es unter anderem erforderlich, dass man als Kunde über einen Mindestbetrag an Wettguthaben verfügt, bevor ein Stream freigeschaltet wird. Bei bet365 werden zum Beispiel ein Wettguthaben von 10 Euro vorausgesetzt, um einen Stream anschauen zu können. Alternativ dazu können User auch einen Stream schauen, wenn sie in den letzten 24 Stunden eine oder mehrere Wetten platzierten und dabei das 10 Euro-Limit unterschritten haben – allerdings ist danach wieder eine Aufladung auf mindestens 10 Euro notwendig.

Im Vergleich dazu reicht es bei Sportingbet bereits aus, wenn man überhaupt einmal ein Guthaben von mindestens 10 Euro aufgeladen hat und zum Zeitpunkt des Live Streams noch ein positives Restguthaben besitzt. Dabei spielt es allerdings keine Rolle, ob das Restguthaben 1 Euro oder 15 Euro beträgt – alle Kunden mit verfügbarem Wettguthaben dürfen zuschauen.

Auch aus technischer Sicht sind die Live Streams eher genügsam. Bereits mit einem kleinen Prozessor von 1GHz Leistung, 256MB RAM Arbeitsspeicher und einer aktuellen Version des Adobe Flash Players können die Streams abgespielt werden. Diese Voraussetzungen erfüllt heutzutage bereits ein normales Netbook, Laptops und PCs haben oft sogar ein Vielfaches an Leistung zu bieten. Lediglich für das Anschauen der Videos über ein Smartphone kann es etwas eng werden.

Der Weg zum Live Stream:

Um es für die Benutzer einfacher zu machen, einen Live Stream zu einer Wette zu finden, werden die Live-Wetten oft direkt mit den Live Streams verknüpft. Wenn man beispielsweise bei bwin auf die Sektion „Live-Wetten“ klickt, taucht auf der rechten Seite – wenn ein Stream verfügbar ist – ein kleines Videofenster auf, das man bei Bedarf anschalten kann. Alternativ dazu gibt es noch die Sektion „Videos“, in der man seinen bevorzugten Stream einfach auswählen kann. Sportingbet hat dagegen einen Event-Kalender, aus dem man eine Partie einfach per Klick auswählen kann, um direkt zum Stream zu gelangen.

Obwohl die Handhabung recht einfach ist, muss man dennoch hin und wieder ein wenig Geduld mit den einzelnen Videos haben. Denn, abhängig von den Systemressourcen des Abspielgeräts (also PC, Laptop, etc.) und der verfügbaren Internetleitung kann es zu häufigen Unterbrechungen und Qualitätseinbussen kommen. Bei einem Netbook ohne geöffnete Hintergrundprogramme laufen alle Streams flüssig im kleinen Format ab. Wenn man allerdings nebenbei noch Messenger geöffnet hat oder nebenbei mit Programmen wie Word arbeitet, oder auch nur wenn man ins Vollbild wechseln möchte, kann das schon zu viel Systembeanspruchung sein. Das Bild harkt den häufiger, muss neu gebuffert werden oder verändert seine Qualität von den durchschnittlichen 360 Bildern pro Sekunde zu 240 Bildern pro Sekunde, wodurch der Live-Stream weniger schön anzuschauen ist. Bwin bietet für solche etwas schwächeren Abspielgeräte alternativ „Live-Wetten Light“ an, bei der alle aufwendigen Animationen und Programme abgeschaltet werden, um einen möglichst flüssigen Stream auch bei einer langsameren Internetverbindung oder einem schwächeren Endgerät zu gewährleisten.

Englisch bevorzugt:

Wie bereits erwähnt, haben die Wettanbieter in Deutschland nicht die Berechtigung, die Spiele deutscher Fußball-Ligen auszustrahlen. Darum weichen viele Portale auf andere Übertragungswege aus. So kann man beispielsweise bei bet365 die Partien ausschließlich über ausländische IPs und dann auch nur in englischer Sprache ansehen. Sportingbet und Bet-at-home übertragen dagegen auch Spiele auf Deutsch, die aber trotzdem für deutsche Kunden nicht ohne weiteres angesehen werden können. Bwin begnügt sich mit einem Mix aus Deutsch und Englisch.

Für internationale Spiele gibt es keinerlei Sprachauswahl. Wenn man des Englischen mächtig ist und dies auch flüssig und in seinen verschiedenen Variationen verstehen kann, ist das sicherlich kein Problem. Für Benutzer, die nur über Englisch-Kenntnisse der Mittelschule verfügen, wird das Verstehen der Live-Streams dagegen schwierig, weil die Streams häufig von britischen Kommentatoren eingesprochen werden und man sich nicht nur an den Akzent, sondern auch an das britische Vokabular gewöhnen muss.

Fazit:

Fußball schauen im Live Stream ist technisch eine feine Sache. Die Videos benötigen kaum Ressourcen, sehen im kleinen Format gut aus und kosten die Kunden keinen Cent. Allerdings gibt es diverse Hürden, die es unter anderem deutschen Wett- und Fußballfreunden schwer machen, eine Partie einer nationalen Liga im Stream zu genießen. Sei es die Blockierung der deutschen IP-Adressen wegen rechtlicher Differenzen oder die Audiospur, die in deutscher Sprache kaum verfügbar ist. Wer über diese kleinen Probleme hinwegsehen kann und gewillt ist, sich zum Beispiel eine ausländische IP zum Anschauen der Streams zu verschaffen, der kann das Angebot der Live Streams gerne nutzen. Alle anderen User sind dagegen besser beraten, wenn sie bei einer Live-Wette lediglich die Aktualisierung der Ergebnisse in Form von Grafiken oder Text verfolgen.

Autor dieses Beitrages

Caroline Müller
Ich bin Caroline Müller, Mitarbeiterin im Leistungszentrum eines großen deutschen Fussballverein in München. Geboren und aufgewachsen in Köln habe ich 2007 mein Master-Studium der "Exercise Science and Coaching" an der deutschen Sporthochschule Köln abgeschlossen. Dank meiner männlichen Kommilitonen wurde ich während meines Studium auch ein Fan von Sportwetten und freue mich hier meine Erfahrungen mit Euch zu teilen. Wir sehen uns auf meinen Google+ Profil.